Wenn du noch nie einen richtigen Pokerfilm gesehen hast, wie z. B. „Rounders“, dann wirst du zu Beginn Schwierigkeiten haben, das Pokervokabular zu verstehen. Dasselbe gilt für Spieler oder auch Anfänger, die sich noch nie ein Pokerturnier im Fernsehen angeschaut haben. Wenn du das Pokervokabular nicht beherrschst, wird es für dich schwierig in einem Turnier. Die erste Voraussetzung für den erfolgreichen Pokerspieler ist daher die einwandfreie Beherrschung der Pokerbegriffe. Wir von Pokermaster.org wollen euch deswegen hier einmal die wichtigsten Termini erklären, damit ihr von Anfang an im Bilde seid. Wenn ihr mit den Fachbegriffen vertraut seid, werden eure Gegner Respekt vor euch haben und ihr kommt nicht in irgendwelche prekären Situationen, in denen ihr nicht versteht, was oder worüber am Tisch gerade gesprochen wird. Denn wenn ihr die Pokersprache nicht versteht, könnt ihr euch nicht vollständig auf das Spiel konzentrieren. Euch könnten dann Fehler unterlaufen, nur weil ihr irritiert seid und ihr nicht richtig versteht, was gemeint ist. Wir wollen euch hier deshalb einmal die wichtigsten Wörter und Ausdrücke vorstellen, so dass ihr immer genau wisst, worüber gerade gesprochen wird. Für Anfänger bleiben die ein oder anderen Wörter noch eine Weile neu, während erfahrene Spieler diese schon auswendig kennen und diese Wörter im Schlaf herbeten können. Beachtet aber, dass wir davon ausgehen, dass man die Regeln des einfachen Texas Hold'em bereits versteht.
ALL-IN: Wenn euch die Chips ausgegangen sind, aber ihr nicht aussteigen wollt, dann spricht man davon, dass ihr All-In seid. Ein All-In Spieler kann von den anderen Spielern nicht mehr Geld gewinnen, als er vor dem gespielten Blatt selbst auf dem Tisch hatte. Der All-In Spieler hat die Möglichkeit zum Gewinn des Hautpotts. Falls andere Spieler noch mehr gesetzt haben, dann wird ein zusätzlicher Nebenpott (der Side Pot) gebildet.
AWAY-FROM-TABLE: Wenn ihr „Weg vom Tisch“ seid, dann setzt ihr Blinds, wenn ihr dran seid und steigt aus, wenn es eine Erhöhung vor dem Flop gibt und oder einen Einsatz nach dem Flop. Wenn ihr in einem Turnier spielt und ihr müsst gehen oder ihr den Anschluss verliert, dann seid ihr automatisch „Away from table“.
BLINDS (SMALL BLIND/BIG BLIND): Ein festgelegter Betrag, der automatisch von dem Spieler platziert wird, der zwei Plätze links vom Kartengeber sitzt, bevor die Karten ausgeteilt werden. Spieler, die in ein Spiel einsteigen, das bereits läuft, müssen als Einsatz einen Big Blind bringen, um am Spiel teilzunehmen. Sie können den Big Blind in diesem Fall von jeder Position aus bringen. Der Spieler links vom Kartengeber muss die kleinen Blinds zahlen. Der Blind-Wert hängt von dem Tisch ab, an dem ihr spielt.
BOARD CARDS: Die Board-Karten sind die Karten, die jeder teilt und die sich in der Mitte des Tisches befinden. Sie werden auch Gemeinschaftskarten (Community Cards) genannt.
CALL: Wenn ein Spieler den Betrag seines Vorgängers nochmals setzt, dann geht er mit, was man im Englischen als „call“ bezeichnet. Im Deutschen wird neben dem Begriff „mitgehen“ mittlerweile auch manchmal der Ausdruck „callen“ benutzt.
CHECK: Ist ein Spieler an der Reihe zu bieten und noch niemand hat vor ihm geboten, kann er „checken“. Das heißt, er setzt nicht, bleibt aber trotzdem im Spiel.
COMMUNITY CARDS: Die Gemeinschaftskarten, die jeder teilt und die sich in der Mitte des Tisches befinden. Sie werden auch als Board-Karten bezeichnet.
DRAW: Draw-Spiele sind Pokerspiele, bei denen man hofft, zu einer bestimmten Phase des Spiels eine gewisse Karte zu bekommen, die aus dem vorhandenen Blatt ein gutes Blatt macht. Wenn man also „on draw“ ist, ist man abhängig von den Gemeinschaftskarten, um dein Blatt erfolgreich zu vervollständigen.
FLOP: Eine Anzahl von Spielen, wie z. B. Texas Hold'em und Omaha, werden mit 5 Gemeinschaftskarten gespielt. Die ersten 3 dieser Gemeinschaftskarten werden auf einmal aufgedeckt, was als Flop bezeichnet wird. Spiele mit einem Flop werden auch Flop-Spiele genannt.
IMPLIED ODDS: Die Chancen, die man sich ausrechnet, wenn man den vorauszusehenden Pott mit seinem eigenen Einsatz vergleicht.
LIMIT POKER: Limit-Poker nennt man eine Pokerpartie, bei der die Einsätze festgelegt sind. In einem € 2-€ 4-Spiel zum Beispiel sind die Einsätze und Erhöhungen in den ersten zwei Runden auf € 2 begrenzt (Pre-Flop und Flop). Später sind es dann in den letzten zwei Runden (Turn und River) € 4.
LONGHAND: Ein Pokerspiel, das sieben oder mehr Spieler gleichzeitig spielen.
OUTS: Die Zahl der im Stapel verbliebenen Karten, die euer Blatt verbessern würden. Wenn euer Flop aus Dame, Bube und einer 2 besteht und ihr habt eine 10 und eine 9, dann wollt ihr einen König oder eine 8, um eine Straße (Straight) zu bekommen. Weil es vier Könige und vier Achten im Spiel gibt, habt ihr daher insgesamt 8 Outs.
POSITION: Leicht zu erraten. Der Kartengeber hat die vorteilhafteste Position im gesamten Spiel. Denn er setzt als letzter und kann daher besser verstehen, wie die anderen setzen. Der Spieler mit den Small Blinds hat die schlechteste Position, denn er oder sie muss als erstes setzen.
POT ODDS: Die Pott-Wahrscheinlichkeiten sind im Prinzip der Vergleich zwischen eurem Einsatz und dem Pott. Wenn eure Gewinnchancen relativ gut sind, dann zeigt euch die Pott-Wahrscheinlichkeit an, dass ihr weiterhin setzen solltet. Wenn ihr also € 10 setzt, eure Chance bei 18% liegt und der Pott bei € 100 beträgt, dann ist es keine schlechte Idee, im Spiel zu bleiben. Im Gegensatz dazu ist ein Einsatz von € 300 bei einem Pott von € 400 und bei derselben Chance von 18% keine gute Idee weiterzuspielen. Die Chancen und Wahrscheinlichkeiten hierbei zu verstehen ist für ein erfolgreiches Pokerspiel absolut notwendig.
PRE-FLOP: Der Pre-Flop bezeichnet den Zeitpunkt, zu dem jeder Spieler zwei Karten bekommen hat, die Gemeinschaftskarten sind jedoch noch nicht verteilt.
RIVER: Der Name der fünften und letzten Karte, die bei Texas Hold'em gespielt wird. Sie kommt nach dem Turn.
SHORTHAND: Ein Pokerspiel mit 6 oder weniger Spielern.
TURN: Der Name der vierten Tischkarte, sie kommt nach dem Flop.