Poker - In den Niederlanden ein Glücksspiel

In den Niederlanden gilt Pokern weiterhin als Glücksspiel. Das ist die Meinung der Politiker, obwohl in den letzten Monaten drei Hochschulprofessoren mit Hilfe einer mathematischen Formal bewiesen haben, dass beim Pokerspiel der Faktor "Glück" erheblich weniger Bedeutung hat, als der Faktor Geschicklichkeit. Untersucht haben die Professoren mehrere Glücksspiele und wandten dabei die folgende Formel an:

Geschick = Lerneffekt / (Lerneffekt + Chanceeffekt)

Der "Lerneffekt" enspricht hierbei der Differenz zwischen den Pokerfähigkeiten eines Anfängers und denen eines perfekten Spielers. Bei Glücksspielen, bei denen keinerlei Können notwendig ist, da sie nur auf dem Faktor Glück basieren, ist der Lerneffekt gleich Null, und je höher der Faktor, desto mehr Geschicklichkeit wird bei einem Glücksspiel notwendig. Nach verschiedenen Tests wurde dieser Faktor von den Professoren für Pokern auf 0,3 festgelegt. Wenn man berücksichtigt, dass dieser Faktor bei Schach jedoch nur unwesentlich höher ausfällt (0,4), sollte dies eigentlich Beleg genug dafür sein, dass es sich bei Poker um ein Geschicklichkeitsspiel, und nicht um ein Glücksspiel handelt.

Den niederländischen Politikern sind diese Ergebnisse jedoch anscheinend egal, und so werden auch in Zukunft hart gegen den Betrieb von Online-Pokerräumen vorgehen, u. a. um die Bevölkerung vor diesem "Glücksspiel" zu schützen.