Online-Poker wird eine immer beliebter werdende Einnahmequelle. So gehört die Partie Online-Poker bereits bei vielen Spielern als eine Art Nebenjob dazu, lassen sich damit doch, wie ein BWL-Student erklärte, monatlich bis zu 500 Euro dazuverdienen. Doch gerade diese vermeintlich leichte Einnahmequelle führt bei immer mehr Poker-Fans zu einer Spielsucht; sie können - entgegen aller Rationalität - einfach nicht mit dem Spielen aufhören, auch wenn bereits erhebliche finanzielle Verluste erfolgt sind. Der Glaube (und die Hoffnung) daran, die Pechsträhne irgendwann wieder zu verlassen und all das verlorene Geld zurückzugewinnen überwiegt.
Das Suchtpotenzial von Poker wird in der Online-Variante noch verstärkt - das haben Experten für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen festgestellt. Denn Online-Poker würde sehr schnell gespielt, und je schneller ein Glücksspiel gespielt würde, desto größer würde das Suchtpotenzial. Einfache Regeln, um eine Sucht zu verhindern (das Zeiten von festen Spielzeiten, Geldlimits etc.), könnten die Spieler oft nicht einhalten.
Hinzu kommt, dass es für das Spielen in Online-Pokerräumen keinerlei "Einlass"-Kontrollen gibt, d. h. Maßnahmen zum Spielerschutz, die in staatlich konzessionierten Lokalitäten Pflicht sind. Als Folge, so schätzt ein Experte der Ambulanz für Spielsucht an der Universität Mainz, könne man davon ausgehen, dass ungefähr 10 bis 20 Prozent der Online-Pokerspieler wirklich süchtig sind.
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