Pokern & Mode

Bei Poker geht es nicht um die Karten, die du ausgeteilt bekommst, sondern darum, was du mit den Karten in deiner Hand anfängst. Der psychologische Aspekt bei Pokern ist so enorm, dass von den Spielern verlangt wird, dass sie ihre komplette Persönlichkeit mit an den Tisch bringen - alles, was ihnen irgendwie einen Vorteil gegenüber ihren Gegners bringen könnte. Manche Spieler tun dies mit Gesprächen oder viel Humor, um ihre Gegner besser einzuschätzen, während andere durch Stille einschüchtern wollen. Manche verhalten sich wie Profis, während andere so tun, als würden sie noch nicht sehr lange spielen. Ob man es mag oder nicht: sitzt man an einem Pokertisch, wird man von jedem seiner Gegner beurteilt und das die ganze Zeit. "Von allem, was du tust, geht eine Nachricht an deine Konkurrenten aus", so lautet ein verbreitetes Poker-Klischee. Und dein Gesamtbild, das du an einem Pokertisch hinterlässt, wird vor allem von deiner Kleidung beeinflusst.

 Die berühmtesten Pokerspieler konnte man immer schon anhand ihres Spielstils, ihres persönlichen Aussehens und ihrer allgemeinen Einstellung unterscheiden. Manche von ihnen hat man auch sehr stark immer mit ihrer Kleidung in Verbindung gebracht und bei einigen entstand sogar ein eigener Modetrend. Lasst uns auf ein paar der weltweit besten Pokerspieler und ihre Modebotschaften schauen, die sie am Pokertisch darstellen.

Phil "The Unabomber" Laak

Wenn man über Pokermode sprechen möchte, geht das nicht, ohne Phil Laak, auch bekannt unter dem Namen "The Unabomber", zu erwähnen. Den unschmeichelhaften Spitznamen hat Laak dafür bekommen, dass er immer ein Kapuzen-T-Shirt und eine dunkle Sonnenbrille am Tisch trägt. In Ergänzung zu seinem Aussehen als Verrückter ist er dafür bekannt, bei großen Blättern die Schnüre von der Kapuze zuzuziehen. So kann er sein Gesicht noch mehr verdecken, das sowieso schon kaum zu erkennen ist. Das ist ein ganz typisches Beispiel für einen Pokerspieler, der sich hinter seiner Kleidung verstecken zu versucht - und das kann er, betrachtet man seine erfolgreiche Karriere, auch ziemlich gut.

Johnny Chan – Der klassische Profi

Chan, der den Spitznamen "Orient-Express" trägt, versteckt seinen Erfolg am Tisch nicht. Er gibt offen zu, dass er am Tisch gerne klassisch auftritt und hat einmal seine Philosophie in Bezug auf Mode folgendermaßen zusammengefasst: "Du sieht's gut aus. Du fühlst dich gut. Du spielst gut." Er trägt auf Turnieren auch gerne einer seiner 10 WSOP-Bracelets und ist dafür bekannt, vor sich auf dem Tisch eine Orange als Glücksbringer liegen zu haben. Seine Lieblingsfarben sind schwarz, weiß...und klar, orange. Normale trägt er Versace-Seidenhemden zusammen mit Hosen von demselben Designer. Einmal erklärte Chan, dass das Tragen von hellen Hemden ihm Glück bringen würde.

Chris "Jesus" Ferguson

Ferguson verfügt über ziemlich viel mathematisches Wissen über das Spiel. Seine beiden Eltern haben einen Doktor in Mathematik und er hat einen Hochschulabschluss in Informatik gemacht. Da ist es verständlich, dass Ferguson diese Seite seiner Person am Pokertisch verstecken will. Seinen Spitznamen "Jesus" hat er aufgrund seiner langen braunen Haare und wegen seines Bartes erhalten. Zudem trägt er auf Turnieren auch noch den für ihn typisch gewordenen Hut mit einer breiten Krempe und Sonnenbrillen. Ihm ist es gelungen, den Mathe- und Computer-Freak und seine College-Vergangenheit in seinem Aussehen zu verbergen und hat sich zu einem der Pokerspieler mit den größten Wiedererkennungswerten entwickelt.

Scott Fischman – Poker-Bekleidung

Scott Fischman ist zurzeit der "jüngste Spieler, der jemals zwei WSOP-Bracelets gewonnen hat". Er war der Sieger des $ 2.000-H.O.R.S.E-Turnieres und des $ 1.500 No Limit Texas Hold'em-Turnieres von 2004 und das im Alter von nur 23 Jahren. Vielleicht ist es sein junges Alter, aber egal woran es liegt - Fischman ist ein Trendsetter im Pokern. Er war einer der ersten Spieler, die bei einem großen Turnier in Klamotten auftauchte, die ausschließlich für das Pokern entworfen waren. Zu dieser "Poker-Bekleidung" gehörten zum Beispiel witzige T-Shirts mit Pokersprüchen und extra angefertigte Pokerhüte. einige spräche lauten etwa: "I’m bluffing, please don’t call me" ("Ich bin gerade am Bluffen, bitte gehe nicht mit"), "I got the nuts, call me" ("Ich halte gerade die Nuts, also bitte gehe mit") oder "I hate jacks" ("Ich hasse Buben").